St. Petersburg Virtuosen
Hinter dem Namen »St. Petersburg Virtuosen« verbirgt sich eine flexible, werkbezogene Besetzung von virtuosen Solisten unter der Leitung von Pjotr Meshvinski. Das Ensemble verfügt über ein ausgesprochen großes Repertoire klassischer Musik – vom Solo über reine Kammermusik bis hin zu den Werken für Kammerorchester. Die Engagements des Ensembles verdeutlichen die ausgedehnte und vielseitige Resonanz, die die »St. Petersburg Virtuosen« mit ihrer Interpretation klassischer Musik weltweit gefunden haben - so haben sie u.a. mit Ingo Metzmacher, Viktor Tretjakov, Siegfried Jerusalem, Gisela und Gert Westphal, Hans-Jürgen Schatz und Christian Nickel konzertiert.
Die »St. Petersburg Virtuosen« lassen sich auf das ehemalige Soviet-American Youth Orchestra zurückführen, das im Jahre 1988 unter der Leitung Zubin Mehtas auf Welttournee ging. In dieser Zeit wurde die Idee geboren, ein eigenes Ensemble ins Leben zu rufen. Die St. Petersburg Virtuosen“ wurden im Anschluß daran von einer Gruppe von Musikern gegründet, als sie 1989 mit der Deutsch-Sowjetischen Philharmonie unter der Leitung von Valery Gergiev – und mit grandiosem Erfolg – eine Tournee durch Deutschland unternahmen. Die Mitglieder des Ensembles sind Preisträger renommierter internationaler Wettbewerbe, u.a. des Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau, des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen, des »Concours International de Musique« in Bern und des »International viola competition Yuri Bashmet« in Moskau.
Die Musiker leben in Deutschland und konnten sich von Hamburg aus in kurzer Zeit in der deutschen klassischen Musikszene etablieren. Sie traten in der Laeiszhalle - Musikhalle Hamburg, der Berliner Philharmonie, in Bayreuth, in der Münchner Philharmonie, bei dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem »Kissinger Sommer« und beim Bodensee-Festival in Lindau auf.
Aber auch im Ausland hat man die hohe Qualität der »St. Petersburg Virtuosen« erkannt. Seit Beginn ihrer Arbeit 1995 konnte man ihre Musik auf allen fünf Kontinenten genießen. Marseille und Genf, Taipeh und Singapur, Chicago und Kapstadt, Jerusalem und St. Petersburg ... Das sind nur einige Städte, in denen die »St. Petersburg Virtuosen« mit ihrer Kunst klassische Musikfans begeistern konnten. Regelmässig treten die Musiker des Ensembles bei verschiedenen Musikfestivals in Brasilien auf. Dort geben sie auch Meisterklassen als Gastprofessoren.
In Zürich, Hamburg, Kassel, Quedlinburg und Lindau trat das Ensemble gemeinsam mit Gisela und Gert Westphal auf und bot dem Publikum eine kulturell reizvolle Mischung aus Literatur und Musik.
Seit 1998 gastieren die »St. Petersburg Virtuosen« regelmäßig an Bord der »MS Europa«. Auf der letzen Reise dieses Schiffs im Jahre 2008 debütierte mit großem Erfolg das jüngste Mitglied des Ensembles, der 6-jährige Emanuel Meshvinski.
Die neue Ära der »St. Petersburg Virtuosen« hat begonnen. 2009 startet die »Schatzkammer Klassik«, die neue Konzertreihe in der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg.
Pjotr Meshvinski – Künstlerische Leitung
Pjotr Meshvinski, der engagierte Leiter der »St. Petersburg Virtuosen«, wurde 1966 als Sohn einer alten und hochangesehenen Cellisten-Familie in St. Petersburg geboren. Bereits mit sechs Jahren begann er ein intensives Cello-Studium bei Professor Emanuel Fischmann, nachdem er in die Spezialmusikschule am St. Petersburger Rimsky-Korsakov-Konservatorium aufgenommen worden war. Meshvinskis große Begabung zeigte sich im Alter von elf Jahren erstmals öffentlich, als er mit den Rokoko-Variationen von Tschaikovsky und mit Boccherinis B-Dur Konzert debütierte.
Ab 1984 setzte Pjotr Meshvinski sein Studium am Moskauer Tschaikovsky-Konservatorium fort, wo ihn Prof. Maria Tschaikovskaia und später Prof. Valentin Feigin in ihre Cello-Meisterklassen aufnahmen. Es folgten umjubelte Auftritte als Solo-Cellist im Soviet-American Youth Orchestra unter Zubin Mehta und Leonard Slatkin, sowie mit der Deutsch-Sowjetischen Philharmonie unter der Leitung von Valery Gergiev.
Im Jahre 1989 wurde Pjotr Meshvinski der Preisträger des letzten Sowjetischen nationalen Wettbewerbs in Riga.
1991 siedelte Pjotr Meshvinski nach Hamburg um. Er gewann mehrere Preise bei verschiedenen internationalen Cello- und Kammermusik-Wettbewerben und gründete das Ensemble »St. Petersburg Virtuosen«.
In Begleitung von grossen Symphonieorchestern, u.a. der Hamburger Symphoniker, Skopie Philharmoniker, Odessa Philharmonie, »The Symphony of Oak Park & River Forest« Chicago, Orchester des »Mariinski Theater« St. Petersburg, hat Pjotr Meshvinski Cellokonzerte von Dvoák, Schumann, Prokofieff, sowie das Brahms-Doppelkonzert und Beethovens Tripelkonzert mit grossem Erfolg aufgeführt.
Als Leiter und Solist der »St. Petersburg Virtuosen« ist Pjotr Meshvinski auf den zahlreichen grossen Bühnen auf der ganzen Welt aufgetreten und hat sie zu einem Ensemble der Extraklasse geformt.
Natalia Alenitsyna
Die Künstlerin wurde 1971 in St. Petersburg geboren und erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren. Ihre Begabung führte zu ihrer weiteren musikalischen Förderung an der Spezialmusikschule am Rimsky-Korsakov-Konservatorium in St. Petersburg in den Jahren 1978 bis 1989. Die spezialisierte Ausbildung an dieser musikalischen Eliteschule befähigte sie schon in frühem Alter, in St. Petersburg und anderen russischen Städten aufzutreten. Mit zehn Jahren hat Natalia Alenitsyna im grossen Saal der St. Petersburger Philharmonie als Solistin mit den St. Petersburger Philharmoniker unter der Leitung von Viktor Fedotov debütiert. Darüber hinaus haben in dieser Zeit erste erfolgreiche Auslandsreisen durch Litauen, Polen und Deutschland ihre außerordentliche Begabung bestätigt.
Es folgten mehrere Konzerttourneen mit großen Orchestern, u.a. mit dem Orchester Karelische Nationale Philharmonische Geselschaft Petrosavodsk, Moldova Radio und TV Symphony Orchestra, St. Petersburger Philharmoniker, sowie zahlreiche Radio- und Fernsehproduktionen. Prof. Andrej Korsakov nahm die Künstlerin im Jahre 1990 in seine Meisterklasse am Moskauer Konservatorium auf.
Im Jahre 1991 kam Natalia Alenitsyna nach Hamburg, wo sie ihre Studien an der dortigen Musikhochschule fortsetzte und zusammen mit dem Cellisten Pjotr Meshvinski das Ensemble »St. Petersburg Virtuosen« gründete. Bereits 1992 zählte sie zu den Preisträgern im Haußmann-Wettbewerb, und sie errang ebenfalls einen Preis anläßlich des Wettbewerbs »Château de Courcillon« in Frankreich. Im Mai 1993 gewann sie den 1. Preis beim Wettbewerb der Elise-Meyer-Stiftung in Hamburg.
Natalia Alenitsyna hat an vielen Meisterklassen bei so bedeutenden Geigern wie Prof. G. Zhislin, Prof. M. Lubotsky, Prof. V. Tretjakov und den Ensembles »Amadeus-Quartett« und »Borodin-Quartett« teilgenommen.
1997 gewann sie den 1. Preis und eine Auszeichnung beim »33e Concours International de Musique« in Bern.
2003 folgte ihr erster grosser Auftritt mit der Viola im Ensemble mit Prof. Viktor Tretjakov. 2006 wurde Natalia Alenitsyna Preisträgerin beim »V International viola competition Yuri Bashmet« in Moskau.
Als Mitbegründerin und Solistin des Ensembles »St. Petersburg Virtuosen« ist Natalia Alenitsyna seit 1991 auf vielen bedeutenden Bühnen rund um die Welt aufgetreten.
Emanuel Meshvinski
Als Emanuel Meshvinski 3 Jahre alt war, hat er auf die Frage nach seinem Lieblingskomponist ohne zu zögern geantwortet: Schubert und sang Fragmente von Schuberts Symphonien.
Emanuel wurde am 4. März 2002 in Hamburg in eine Musikerfamilie geboren. Die Mutter Natalia Alenitsyna und der Vater Pjotr Meshvinski sind die Gründer des Ensembles »St. Petersburg Virtuosen«. In den Jahren 2001 und 2002 haben die »St. Petersburg Virtuosen« ausschließlich die Musik von Franz Schubert gespielt, und noch lange vor Emanuels Geburt ist Schubert zum Lieblingskomponist der Eltern geworden.
Mit 2 Jahren wurde die Geige eins von Emanuels Lieblingsspielzeugen, mit 3 konnte er einfache Melodien spielen. Im Alter von 4 Jahren erhielt er seinen ersten Violinunterricht, und ein Jahr später fing er mit dem Klavierspiel an.
Ständig begleitet Emanuel seine Eltern bei den Konzerten und Reisen, und lernt dabei die breite Palette der klassischen Musik kennen. Mit 6 Jahren erfolgt sein erster großer öffentlicher Auftritt mit der Violine und am Klavier.
Emanuel Meshvinski ist das jüngste Mitglied der »St. Petersburg Virtuosen«, und seine Mitwirkung ist fester Bestandteil der »Schatzkammer Klassik« – der neuen Konzertreihe des Ensembles in der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg.
Die Instrumente
Vor mehr als 300 Jahren, im ausklingenden XVII. Jahrhundert, wurden in der Werkstatt des berühmten italienischen Geigenbauers Giovanni Grancino zwei einzigartige Musikinstrumente geboren.
Über 300 Jahre haben die Violine und das Cello einander weder gesehen noch gehört.
Dank der Initiative und Unterstützung der hochangesehenen Hamburger Familie Gabriele und Henrik Hertz, die auch Freunde und Mäzene des Ensembles St. Petersburg Virtuosen sind, leben und klingen diese zwei Instrumente heute wieder zusammen.
